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Deal-Geschäft: Programmatic Guaranteed erklärt

Deal-Geschäft: Programmatic Guaranteed erklärt

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Inhalt

Programmatic Guaranteed (PG) kombiniert die Effizienz des programmatischen Einkaufs mit der Planungssicherheit klassischer Direktbuchungen. Werbeinventar und Impressionen werden vorab garantiert und zu einem vereinbarten Preis ein- bzw. verkauft. PG gehört damit zu den programmatischen Direkt-Deals und grenzt sich von Auktionsmodellen wie Real-Time-Bidding ab. Genau hier liegen aber auch zentrale Schwächen gegenüber den dynamischen, wettbewerbsgetriebenen Auktionsmodellen im Programmatic Advertising wie Open Auction und Private Auction. Im Folgenden beleuchten wir alle wisssenswerten Details zu Programmatic Guaranteed.

Was ist Programmatic Guaranteed und wie unterscheidet es sich zu anderen programmatischen Deal-Arten?

Programmatic Guaranteed ist ein Deal zwischen Werbetreibendem (Advertiser) und Publisher, bei dem eine bestimmte Anzahl an Impressionen bzw. konkrete Platzierungen zu einem vorab fixierten Preis reserviert und garantiert ausgeliefert werden.

Der Ablauf wird programmatisch abgewickelt und reduziert manuelle Prozesse aus klassischen Direktbuchungen.

Der Kernvorteil: feste Kosten (z. B. TKP/CPM) und gesichertes Inventar in definierten Umfeldern und Zeiträumen.

Damit grenzt der Programmatic Guaranteed Deal stark ab, vom sonst auktionsbasiertem programmatischen Umfeld:

  • Programmatic Guaranteed vs. RTB (Real-Time-Bidding Open Auctions): RTB ist auktionsbasiert und Inventar nicht garantiert; PG reserviert spezifisches Inventar ohne Auktion.
  • Programmatic Guaranteed vs. PMP (Private Marketplace): PMP ist auktionsbasiert innerhalb eines geschlossenen Kreises von eingeladenen Advertisern; PG ist 1:1, garantiert und nicht auktionsbasiert.
  • Programmatic Guaranteed vs. Preferred Deal: Beide sind Direkt-Deals mit verhandeltem Preis; beim Preferred Deal ist der Kauf optional (Vorkaufsrecht), PG garantiert die Platzierung und Impressionen

Linktipp

Aus dem symplr Blog:

Klassische Insertion Order vs. Programmatic Deal: Unterschiede und Vorteile

Jetzt lesen

Wie funktioniert Programmatic Guaranteed?

Programmatic Guaranteed empfiehlt sich für Publisher, wenn Planbarkeit und nicht Umsatz im Vordergrund stehen sollen.

Der typische Ablauf um einen Programmatic Guaranteed Deal einzutüten gestaltet sich wie folgt:

  1. Verhandlung: Im ersten Schritt müssen der Preis, das Impressions-Volumen und das konkrete Inventar festgelegt werden. Hierbei muss der Publisher beachten, dass die geforderte bzw. verhandelte Menge auch garantiert liefern kann.
  2. Setup: Ein Programmatic Guaranteed Deal läuft, wie der Name impliziert, über programmatische Schnittstellen. Der Deal wird von SSP und DSP mit einer eindeutigen Deal-ID konfiguriert. Ohne SSP/DSP bzw. eigenen AdManager ist ein programmatischer Deal nicht möglich.
  3. Auslieferung: Der Publisher stellt sicher, dass garantierte Impressionsmengen geliefert werden können, auf dem vereinbarten Inventar.
  4. Reporting: Beide Parteien überwachen die Performance und die Einhaltung der vereinbarten Konditionen.

Vorteile für Publisher und Werbetreibende

Für Werbetreibende ergeben sich folgende Vorteile aus einem PG-Deal:

  • Garantierte Sichtbarkeit und Platzierung in einem bekannten, definierten Umfeld ohne Gebotsdruck
  • Zugang zu garantiertem Inventar mit planbaren Kosten (Fixpreis/ fixer TKP/CPM)

Für Publisher ergeben sich diese Vorteile:

  • Stabile und planbare Erlöse, durch vorab vereinbarte Preise
  • Volle Kontrolle über das Inventar
  • Mehr Transparenz in Abläufen und Daten für alle Beteiligten

Wo liegen die Nachteile von Programmatic Guaranteed (im Vergleich zur Auktion)?

Natürlich gibt’s auch Punkte, die Du bei PG ganz nüchtern auf dem Zettel haben solltest:

  • Fix ist fix: nachträgliche Änderungen sind nur eingeschränkt möglich. Wenn ein Programmatic-Guaranteed-Deal einmal steht, ist er verbindlich und lässt sich nicht mal eben „mit dem Markt“ nach oben anpassen.
  • Weniger Wettbewerb kann Umsatzpotenzial kosten: Weil PG andere Bieter:innen ausschließt, kann es passieren, dass Du Dein Inventar unter Wert verkaufst. Dies ist besonders dann der Fall, wenn in der Zwischenzeit höhere Zahlungsbereitschaften im Markt entstehen würden. Genau deshalb ist die Preisfindung (und die Frage „welches Inventar gebe ich garantiert weg?“) bei PG entscheidend.
  • Operativer Aufwand bleibt (je nach Setup) bei Dir hängen: Auch wenn PG Prozesse automatisiert, musst Du den Deal inhaltlich und operativ trotzdem sauber aufsetzen. Dazu zählen das Verhandeln, Konfigurieren, die Auslieferung monitoren, Reportings prüfen. Wenn Du das nicht intern abbildest, brauchst Du entsprechende Ressourcen oder Partner.

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Programmatic Guaranteed Deals sind eine gute Ergänzung für das Programmatic Advertising

Programmatic Guaranteed Deals sind für Publisher eine feine Sache. Du kannst Dein Inventar hochwertig vertreiben und bekommst mehr Kontrolle darüber, was auf Deiner Seite passiert.

Als alleinige Einnahmequelle würde ich PG aber nicht sehen, denn dafür kann der fehlende Auktionsdruck oder die fehlende Verfügbarkeit eines Deals zu viel Umsatzpotenzial liegen lassen. Zu oft können Werbeflächen frei/leer bleiben und Inventar nicht verkauft werden.

Im Zusammenspiel mit Programmatic Advertising bzw. Real-Time-Bidding ist PG dagegen eine sinnvolle Ergänzung für Deine Website-Monetarisierung. Es bietet Dir mehr Planbarkeit und Premium-Werbung.

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