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Was ist Direktvermarktung?

Was ist Direktvermarktung?

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Inhalt

Die Direktvermarktung bezeichnet Verkäufe an einen direkten Abnehmer ohne Zwischenhändler. In der Landwirtschaft, bei erneuerbaren Energien und auf dem Strommarkt findet die Direktvermarktung häufig Verwendung: Das Produkt wird an einen Großabnehmer, eine Börse oder an einen Abnehmer, der gleichzeitig Endkunde ist, verkauft.

Dieses Grundprinzip – der direkte Absatz ohne Zwischeninstanz – findet sich auch im Bereich der digitalen Werbung wieder. Hier bezeichnet es nämlich im genaueren den Verkauf von Werbeflächen durch den Publisher selbst, also ohne Zwischenschaltung programmatischer Auktionsmechanismen oder externer Ad-Tech-Plattformen. Im klassischen Sinne gehören dazu Direktkampagnen, die manuell verkauft und im Adserver gebucht werden. Diese Kampagnen sind häufig garantiert, also mit festen Volumen- und Laufzeitvereinbarungen verbunden und werden meist zu einem festen TKP eingebucht.

Ziele und Vorteile der Direktvermarktung

Vor allem ist es das Ziel den Werbekunden ein hochwertiges, planbares Umfeld auf der Publisher Website anzubieten, zum Beispiel großflächige Werbeformate oder Sonderplatzierungen auf Startseiten. Dies ermöglicht unter anderem Markensicherheit, Reichweite und Sichtbarkeit.

Auf Seiten der Publisher gewährleistet die Direktvermarktung ein hohes Maß an Qualitätssicherung. Der Publisher behält die volle Kontrolle über die ausgelieferten Werbemittel und Formate.

Außerdem reduziert sie die Abhängigkeit von schwankenden und manchmal schwer planbaren programmatischen Erlösen, die stark von Marktbedingungen und saisonalen Faktoren beeinflusst werden. Durch fixe Buchungen und vertraglich vereinbarte Preise entstehen stabile und planbare Werbeeinnahmen.

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Grenzen der Direktvermarktung und ihre Ergänzung durch Programmatic Advertising

Da die Direktvermarktung i.d.R. manuell gesteuert und verhandelt wird, ist der Prozess zeit- und ressourcenintensiv. Das Inventar muss langfristig reserviert werden, was zu weniger Flexibilität führen kann. Hinzu kommt, dass nicht verkaufte Restflächen oft ungenutzt bleiben, wenn keine passende Kampagne gebucht ist.

Hier zeigt sich der Vorteil programmatischer Auktionen: Programmatic Advertising erlaubt es, restliches Inventar in Echtzeit zu monetarisieren und so eine höhere Füllrate zu erzielen. Zudem können über datengetriebene Auktionen zielgruppenbasierte Ausspielungen erfolgen, was die Effizienz und Relevanz der Werbung für den User steigert.

Direktkampagnen sind für Publisher besonders attraktiv, sofern ein marktgerechter Preis ausgehandelt wird. Allerdings stoßen Direktbuchungen hinsichtlich Flexibilität und Reichweitenoptimierung an Grenzen. In der Praxis zeigt sich daher, dass die Kombination aus Direktvermarktung und programmatischer Vermarktung am effizientesten ist: Während Direktkampagnen Stabilität und Qualitätssicherung gewährleisten, bietet Programmatic Advertising dynamische Preisbildung und flexible Zuschaltung zusätzlicher Nachfrage.

Im weiteren Sinne kann man auch Programmatic Deals – insbesondere Preferred Deals und Programmatic Guaranteed Deals– als Teil der Direktvermarktung betrachten, da sie direkte vertragliche Beziehungen zwischen Publisher und Advertiser oder Agentur beinhalten, auch wenn die technische Abwicklung programmatisch (also über DSPs/SSPs) erfolgt. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass hier der Handel über automatisierte Schnittstellen stattfindet.

Linktipp

Klassische Insertion Order vs. Programmatic Deal

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Aus Sicht eines Yield Managers gehören also klassische Direktkampagnen eindeutig zur Direktvermarktung, und Deals können – je nach Ausprägung und Vertriebsstrategie des Publishers – ebenfalls dazugezählt werden, sofern sie auf individuellen Vereinbarungen und festen Preisniveaus basieren. Prebid und Open-Auction-Umsätze fallen klar außerhalb der Direktvermarktung, da sie vollständig marktgesteuert und nicht vertraglich fixiert sind.

Fazit

Ein ausgewogenes Zusammenspiel von Direktvermarktung und programmatischer Vermarktung ist für Publisher optimal. Die Direktvermarktung sorgt für planbare, stabile Erlöse und ermöglicht hohe Qualitäts- und Umfeldkontrolle, während der programmatische Auktionsprozess durch Automatisierung und datenbasierte Nachfrageoptimierung zusätzliche Erlöspotenziale erschließt.

Durch diese Kombination kann das verfügbare Inventar sowohl strategisch langfristig als auch flexibel in Echtzeit genutzt werden. Insgesamt entsteht ein balanciertes Erlösmodell, welches Sicherheit, Effizienz und Wachstum verbindet.

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